Historie des Grundstücks

Das Grundstück der Burg Glammsee hat historische Bedeutung. Hier stand seit dem späten Mittelalter zunächst eine Bischofsburg.

Diese wurde 1839 abgerissen und mit dem Neubau der Großherzoglichen Landdrostei begonnen, die 1840 fertig gestellt wurde. Im rechten Winkel dazu wurde ein Marstall mit Remise errichtet.

1863 wird das Amtsgerichtsgebäude, zunächst als Amtspförtnerei errichtet, fertig gestellt.
1926 wird der Amtssitz Warin der verbundenen Ämter Warin, Neukloster, Sternberg, Tempzin aufgelöst. Damit hat das Amt seit 1840 fast einhundert Jahre seinen Sitz im Großherzoglichen Amtshaus und Amtshof gehabt.
Ab 1932 diente das Gebäude als Bauernschule.
1937 wurde ein Schwimmbereich mit Sprungturm in Betrieb genommen, der den Warinern das Baden trotz schlickigem Uferbereich sowie das Wassern von Booten erlaubte.

1948 wurde in der ehemaligen Bauernschule ein Krankenhaus mit zunächst 120 Betten eingerichtet. Dieses wurde bis 1991 laufend umgebaut und erweitert.
Das Krankenhausgelände wird als gepflegte Parkanlage mit Rasenflächen und Gruppen aus großen, markanten Baumgestalten beschrieben. Die Naturdenkmale, insbesondere die große, weit ausladende Linde, ist in der Chronik mit ihrem Stammumfang genannt.

Nachdem das Kreiskrankenhaus im Jahre 1997 geschlossen wurde, gab es verschiedene Vorhaben, das Gelände am Glammsee um zu nutzen.

Die Planungen sind nicht umgesetzt worden. In der Chronik zur 775 Jahr-Feier ist eine andere Planung aus dem Jahr 1998 aufgenommen worden. Auch diese Planung wurde nicht umgesetzt. Seit dem wird das Grundstück sowohl im Norden als auch im Osten an der Burgstraße gesichert.
Die Gebäude verfallen. Der Park ist verwildert. An verschiedenen Stellen häuft sich Müll. Von offenen Gräben und Schächten gehen Gefahren aus.

Plan der Stadt Warin mit der Burganlage
Großherzogliches Amt, Hauptgebäude und Marstall
Bauernhochschule Warin, Hauptgebäude und ehemaliger Marstall
Bauernhochschule Warin von der Stadt aus gesehen
Das Kreiskrankenhaus Warin mit neu gepflanzten Blaufichten und Ligusterhecke vor der Fassade des Hauptgebäudes
Badestelle aus den 1930er Jahren in Nutzung